Mindset

Warum Dein Mindset so wichtig ist!

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Kennt Ihr das, wenn euch ein Wort, eine Zahl oder ein Gegenstand immer wieder begegnet? So ging es mir diese Woche mit dem Wort Mindset. Überall liest und hört man dieses Wort, YouTube ist voll mit Tutorials, wie man sein Mindset verbessern und damit zum Multimillionär mit 100% Zufriedenheitsgarantie werden kann. Da ich mir diese Woche häufig selbst mantraartig ein positives Mindset vorgebetet habe, dachte ich mir, ich schaue mir das mal genauer an.

Mindset, auf Deutsch auch Mentalität genannt, sind Verhaltens- und Denkmuster eines Menschen in Hinblick auf die Weltanschauung sowie die persönliche Einstellung und Bewertung von Dingen. Ok, ich sags auch nochmal einfach: Mindset beschreibt eigentlich nur Deine innere Einstellung und Bewertung zu Dingen.

Ein Beispiel: Ob Du eine positive Einstellung zum Thema Mülltrennung hast oder ob Du das als eine unnötige Beschäftigungsmaßnahme siehst, kann bereits als Mindset bezeichnet werden. Dementsprechend wirst Du Dein Handeln ausrichten, sprich Müll trennen oder eben nicht. Das ist jetzt ein recht simples Beispiel, kann aber auf verschiedene Lebensbereiche angewandt werden. Interessant an dieser Tatsache ist nämlich, dass Dein Handeln und Tun dem Mindset folgt. 

Uiuiui, jetzt nochmal ganz kurz und knackig: Also das was Du tust, ist immer danach ausgerichtet, wie Du darüber denkst. Behaltet das einmal kurz im Hinterkopf, darauf komme ich nochmal zurück. 

Mindset-Theorie

Ich möchte euch gerne noch eine intelligente Frau vorstellen. Die Dame heißt Carola Dweck, sie ist Psychologin und  hat lange und viel zum Thema Mindset geforscht. Sie entwickelte die Mindset-Theorie, die ich an dieser Stelle einmal erklären möchte. Dweck geht davon aus, dass es zwei Arten des Mindset gibt. Das Fixed-mindset und das Growth-mindset. Jeder Mensch besitzt nun eben mehr Anteile von dem einen oder dem anderen Typus. Ebenso ist die Zuordnung auch Tagesform und Lebensphasen abhängig. Die ungeduldigen Leser von Euch wollen jetzt wissen, was denn hinter diesen Typen steckt, ich weiß. 

Das Growth-Mindset sind in Summe die positiveren Menschen, die der Annahme folgen, „Geht nicht gibts nicht, sondern ich kann alles lernen“. Sie sind vom Denken her eher dynamischer und bewerten Situationen nicht so detailreich und viel. Rückschläge schreiben sie nicht dem eigenen Versagen zu, sondern versuchen aus diesen Situationen zu lernen und zu wachsen. Sie haben keine Versagensängste und sind immer offen für neue Dinge und Meinungen. Sie sind sehr selbstreflektiert und Kritik sehen sie als höchste Form der Anerkennung, denn daraus lernen und wachsen sie. Für Menschen mit einem Grotwh-Mindset ist die Anerkennung anderer nicht so wichtig.

Das Fixed-Mindset ist eher statischer und weniger dynamisch, als das des Growth. Wenn diese Menschen etwas nicht können, sehen sie es als gesetzt an (fixed). Zum Beispiel: „Ich kann nicht gut kochen.“ Weil persönliches Wachstum für sie zu anstrengend ist, lassen sie es lieber gleich. Sie können anderen Menschen ihren Erfolg nur schwer gönnen, und von ihrer Grundeinstellung eher sind sie eher pessimistisch. Sie mögen keine Veränderungen und die Angst zu versagen ist häufig größer, als die Lust auf Erfolg. Fehler und Misserfolge werden nicht kommuniziert oder auf äußere Umstände geschoben.

Für alle, die sich jetzt denken, an meiner Einstellung gibt es Handlungsbedarf, kommt hier die gute Nachricht: Man kann da was gegen tun. Für Menschen, die sich dort wohlfühlen, wo sie sind, ist das jetzt auch nicht schlimm, denn ihr fühlt euch ja damit gut und auch das ist in Ordnung.

Was auch ganz wichtig ist, es gibt sehr selten einen Menschen, der komplett nur einem Typen zugeordnet werden kann, denn wem scheint denn schon jeden Tag die Sonne aus seinem Allerwertesten? 

Mindset

Tipps, für den Alltag

Für alle, die jetzt zufrieden mit sich und ihrem Leben sind: Herzlichen Glückwunsch, Du darfst den Artikel als gelesen markieren. Für die Menschen, die jetzt der Meinung sind, sie könnten an ihrer inneren Einstellung noch etwas tun, hier ein paar Tipps: 

1. Überdenkt einmal eure Glaubenssätze oder Einstellungen zu Dingen.

Beispiel: „Ich mag den Montag nicht.“

2. Stellt euch die Frage woher dieser Glaubenssatz kommt.

Beispiel: Jeder, den ich kenne, mag den Montag nicht. Da liegt ja noch die ganze Woche vor mir und ich muss soviel erledigen.

Hier ein kleiner Einschub: Erinnert Ihr euch noch was ich am Anfang sagte: Euer Handeln folgt dem Mindset, sprich alles, was ihr an diesem Tag mit der Einstellung „Montag ist doof“ tut, wird auf diesen Glaubenssatz ausgerichtet sein. Es wird alles nicht so gut laufen wie an einem anderen Wochentag und ihr werdet das wieder alles diesem doofen Montag zuschreiben und eine Bestätigung in eurem Glaubenssatz finden.

3. Jetzt überlegt euch, wie man die Gedanken zu dem vorhandenen Glaubenssatz ändern könnte.

Beispiel: Der Montag wird für mich ein Tag sein, an dem ich mir etwas Gutes gönne und den ich als Neustart sehe. Ich kann den Murks der alten Woche vergessen und alles besser machen. Sobald ihr den Montag mit etwas Positivem verbindet, wird alles etwas leichter laufen, versprochen.

Das ist eine sehr einfache Denkweise, soll euch aber als Beispiel dienen.

In diesem Sinne, take it easy 

Eure Jenny 

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