‚Wir möchten eine Welt schaffen, in der die Umwelt nicht mehr aktiv geschützt werden muss.‘

Dies ist eines der Ziele, die Ecosia sich gesetzt hat. Ein weiteres ist es, bis 2020 eine Milliarde Bäume zu pflanzen.

Große und wundervolle Ziele, die einen großen Einfluss auf Mensch und Natur haben. Sie bieten und erhalten Lebensräume für (bedrohte) Tierarten, schaffen Lebensmittel und Naturprodukte und können so zu einer stabileren Wirtschaft in den Pflanzgebieten beitragen.

Aber was ist Ecosia eigentlich? Und wie setzt es diese Ziele in die Tat um?

Nahezu jeden Tag sind wir im Internet unterwegs. Wir suchen nach Informationen zu den verschiedensten Bereichen. Wir suchen den besten Ort für unseren nächsten Urlaub, welchen Flieger wir buchen können und in welchem Hotel wir wohnen möchten. Wir schauen, welche Restaurants es in der Nähe gibt, ob sie eine Speisekarte online zu Ansicht haben und wann sie geöffnet haben. Wir suchen den günstigsten Anbieter der neuen Winterjacke, die wir gerne hätten. Wir suchen nach Inspirationen, wenn wir beispielsweise Geldgeschenke schön anrichten wollen oder unserer Wohnung einen neuen Look verpassen möchten. Wir suchen sogar nach unseren Symptomen, wenn es uns nicht gut geht und fragen uns, an was wir wohl leiden.

Ein Tag ohne eine Online-Suche ist für uns alle wohl sehr selten geworden. Und genau da setzt Ecosia an.

Mit ihrer Suchmaschine kann man beim ganz alltäglichen Suchen im Netz dazu beitragen, dass Bäume gepflanzt werden und somit die grüne Lunge unserer Welt unterstützt und erweitert wird.

Von der Idee zur Umsetzung

Tatsächlich gibt es Ecosia schon seit 2009. Gegründet wurde es von Christian Kroll nach Beendigung einer Weltreise. Er war unter anderem in Argentinien und erfuhr dort viel über die Aufforstung des atlantischen Regenwaldes. Ebenso war das Buch ‚Was zu tun ist: eine Agenda für das 21. Jahrhundert‘ ein entscheidender Faktor, denn es berichtet unter anderem davon, dass eine Verringerung des CO2 Gehaltes in der Atmosphäre überlebenswichtig für den Planeten ist und besonders Bäume dabei einen bedeutenden Beitrag leisten können. Eine Idee war geboren.

Heute arbeitet das Social Business mit eine Team von 22 Menschen tagtäglich daran, dass ihre Ziele mehr als nur Träume bleiben und die eine Milliarde gepflanzter Bäume bis 2020 erreicht werden.

Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Sicher stellt sich da schnell die Frage, wie Ecosia nun Geld einnimmt, wo man doch in einer Suchmaschine direkt keine Einkäufe tätigt und durch den Endnutzer als solches kein Geld in die Kasse fließt?

Da Ecosia im Grunde genommen genau so funktioniert, wie jede andere Suchmaschine auch, sind auch hier bei der Suche meist die ersten angezeigten Ergebnisse Anzeigen, die geschaltet wurden. Wird auf diese Links geklickt, so erhält Ecosia Geld von dem Betreiber dieser Anzeigen.

Mindestens 80% des Gewinns daraus werden an Aufforstungsprojekte gespendet, die vor Ort Bäume pflanzen. In so fern ist das Wort ‚Spende‘ auch nur begrenzt das Richtige, denn im Grunde genommen, werden davon die Dienstleistungen für jeden gepflanzten Baum gezahlt. Aber im Grunde genommen ist es ja auch nicht wichtig, wie man es betitelt; wichtig ist, dass etwas geschieht und dass jemand das Wohl unserer Zukunft in die Hand nimmt.

Damit auch für die Nutzer der Suchmaschine klar ist, dass das Geld auch wirklich in die versprochenen Projekte fließt, legt Ecosia die Bilanz für jeden einzelnen Monat offen, so dass jeder sich genau anschauen kann, wie mit dem eingenommenen Geld gearbeitet wird.

Bild: Ecosia

Mehr als nur ein Wald

Weltweit hängt die Lebensgrundlage von etwa 1,6 Milliarden Menschen vom Wald ab. Sei es in Form von Nahrungsmitteln oder anderen Naturprodukten. Gemeinden rund um die Pflanzgebiete können dort Obst, Gemüse, Samen und Kräuter für sich und ihre Familien anpflanzen und die Überschusse auf den lokalen Märkten verlaufen.

Um die Orte zu benennen, an denen es besonders wichtig ist zu agieren, wurde eine Liste mit 35 Hotspots erstellt. Kriterien dafür sind unter anderem eine besonders hohe Artenvielfalt aufweisen und eine dichte Konzentration von weltweit einzigartigen und meist gefährdeten Spezies. Ebenso wird vor Beginn der Pflanzung geklärt, warum es überhaupt zu einer Abholzung gekommen ist und ob die Anwohner mit der Anpflanzung neuer Wälder einverstanden sind und sich auch bereit erklären, sich um diese zu kümmern. Denn nichts wäre trauriger, als neue Bäume zu setzen, die kurz darauf bereits wieder sterben.

Aktuell (Stand November 2017) werden vorrangig in Burkina Faso, Madagaskar, Peru, Indonesien und Tanzania Bäume gepflanzt.

Auf die Tasten – fertig – los!

Ecosia macht es uns als normale Nutzer des Internets super einfach ganz nebenbei etwas Gutes für unsere Umwelt zu tun. Wir müssen an unserem täglichen Surfverhalten nichts verändern – außer vielleicht einmal Ecosia als Standard-Suchmaschine einzustellen – und können so weiter suchen, wie wir es zuvor getan haben.

‚…denn Bäume haben die universelle Eigenschaft, dass man sie erst dann vermisst, wenn sie nicht mehr da sind. Oder denkst du jedes Mal über das Leben der Bäume nach, wenn du im Schatten sitzt, frische Luft atmest oder Wasser trinkst?‘

Den Planeten beim Atmen zu unterstützen, Tieren wieder einen Lebensraum zu bieten und Menschen zu unterstützen wirtschaftlich wieder ein Stück weit mehr auf eigenen Füßen zu stehen war noch nie einfacher.

-> Hier gelangst du zu der Ecosia-Seite. 🙂